JUGENDLICHE UND ALKOHOL:
EINE EXPLOSIVE MISCHUNG

Alkohol gehört bei vielen Veranstaltungen dazu. Auch bei Ihren Anlässen?
Bedenken Sie: Für Jugendliche ist Alkoholkonsum riskanter als für Erwachsene.

Alkohol ist nicht nur Genussmittel, sondern auch ein abhängig machendes Rauschmittel. Kinder und Jugendliche reagieren empfindlicher auf Alkohol als Erwachsene: Infolge des geringeren Körpergewichts steigt der Alkoholgehalt im Blut stärker an. Auch das für den Alkoholabbau verantwortliche Enzym wird vom jugendlichen Körper noch nicht in genügender Menge produziert.

Alkohol trinken hat für Jugendliche vielfältige Folgen:

  • Rauschtrinken kann bei Jugendlichen schneller zu einer Alkoholvergiftung führen.

  • Bereits bei einer geringen Menge Alkohol wird das Unfallrisiko deutlich erhöht, die Tendenz zum unkontrollierten und aggressiven (oder depressiven) Verhalten nimmt zu.

  • Je früher Jugendliche grosse Mengen Alkohol konsumieren, desto grösser ist das Risiko, dass sie als Erwachsene Alkohol-, Sucht- und Gesundheitsprobleme haben.

TREND: JUGEND IM RAUSCH!

Das Trinkverhalten von Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren verändert: Sie trinken immer früher und exzessiver!

Untersuchungen der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA, 2006) aus den letzten Jahren zeigen: Jugendliche trinken immer früher und regelmässiger Alkohol.

  • Rund jeder vierte Schüler und jede sechste Schülerin im Alter von 15 Jahren trinkt mindestens wöchentlich ein alkoholisches Getränk.
  • 28.1% der 11 bis 15-jährigen Schülern, und 19.0% bei den Schülerinnen
    waren mindestens schon zweimal betrunken
  • Neben dem deutlichen Anstieg des Bierkonsums bei Schülern ist tendenziell auch ein Anstieg des Spirituosenkonsums bei beiden Geschlechtern festzustellen.
  • Es gibt hinreichend Belege dafür, dass Spirituosen vermehrt von Jugendlichen benutzt werden, um sich zu betrinken.

Alkoholkonsum von Jugendlichen
Lernen, Alkohol zu konsumieren, ist für die meisten Jugendlichen in unserer Gesellschaft eine normale Entwicklungsleistung. Die ersten Kontakte mit alkoholischen Getränken finden zumeist innerhalb der Familie statt. Später wird das Trinkverhalten wesentlich durch die Gruppe der Gleichaltrigen geprägt.

Süsse Verführung, schneller Kick
Auf der Suche nach dem schnellen Kick trinken Jugendliche immer häufiger starke Alkoholika. Junge Männer bevorzugen Bier. Bei jungen Frauen sind süsse alkoholische Mischgetränke (Cocktails, Drinks, Alcopops usw.) beliebt. Zucker und Kohlensäure verdecken den hohen Alkoholgehalt und führen zu einer schnelleren Aufnahme des Alkohols im Blut: Die Jugendlichen trinken zu viel und zu schnell und gewöhnen sich viel zu früh an Alkoholika.

Wie viel ist zu viel? (Allgemeine Info)
2 Standardgläser alkoholische Getränke pro Tag sind unbedenklich (mehr Infos auf der Homepage der SFA - Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme)

 

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